Ausschlussdiät bei Hunden

Juckreiz? Rötungen? Durchfall? Tipps für eine erfolgreiche Ausschlussdiät zur Feststellung von Futtermittelallergien

  • Erfahre, was genau eine Ausschlussdiät ist und wozu sie sich eignet
  • Alltagstipps für eine erfolgreiche Ausschlussdiät
  • Wie ihr Schritt für Schritt eine Ausschlussdiät durchführt (bildlich aufbereitet)

In diesem Artikel wollen wir euch erzählen, wie wir eine Ausschlussdiät mit unserer Rosie durchgeführt haben und was wir daraus gelernt haben. Wir haben außerdem die aus unserer Sicht wichtigsten Schritte und Tipps zusammengefasst mit der eine Ausschlussdiät gar nicht mehr so kompliziert erscheint.

Wie viele Hunde haben denn Allergien?

Der Heimtierstudie 2019 der Universität Göttingen zufolge haben fast 13% aller Hunde in Deutschland Allergien. Ein Großteil dieser Allergien sind Futtermittelallergien, die sich in Juckreiz, Rötungen oder Verdauungsproblemen bemerkbar machen [1].

Was genau ist denn eine Ausschlussdiät?

Eine Ausschlussdiät ist eine Futterdiät, in welcher man dem Hund über einen Zeitraum von mehreren Wochen lediglich ein speziell ausgewähltes Hundefutter füttert. Ziel der Ausschlussdiät ist es festzustellen, auf welche Inhaltsstoffe der Hund möglicherweise allergisch reagiert.

,Aber nun zu unserem Erfahrungsbericht. Unsere Pointerhündin Rosie kam im November 2018 aus dem spanischen Tierschutz zu uns. Neben zahlreichen anderen gesundheitlichen Problemen hatten wir von Anfang an mit Ohrenentzündungen, Verdauungsproblemen und Rötungen am Bauch zu kämpfen. Alles Symptome, die theoretisch für eine Futtermittelallergie sprechen können – müssen aber nicht.

Und genau hier liegt häufig das Problem, viele der Allergiesymptome sind sehr unspezifisch und können nicht direkt zugeordnet werden.

Verdauungsprobleme können zum Beispiel auch zahlreiche andere Ursachen haben. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, dass Symptome gesamtheitlich und nicht einzeln betrachtet werden. Wir sind also damals gemeinsam mit unserem Tierarzt der Sache auf den Grund gegangen. Mit der Hilfe von Haut-, Blut- und Kotuntersuchungen konnten wir bereits viele Krankheiten ausschließen. Auf Anraten unserer Tierärztin haben wir dann eine Ausschlussdiät gemacht – und siehe da, die Rötungen sind sehr schnell verschwunden und auch die Ohrenentzündungen sind mit der Zeit und entsprechender Behandlung abgeklungen. Rosie ist allergisch auf jegliche Art von Getreide, selbst kleinste Mengen in einem Hundekeks können bei ihr bereits einen feuerroten Ausschlag am Bauch auslösen (den man auf Grund ihrer feinen weißen Haare auch sehr deutlich sieht).

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Wie genau sind wir bei der Ausschlussdiät vorgegangen und was raten wir dir, wenn auch du eine Ausschlussdiät mit deinem Hund durchführen musst?

Wir haben unsere Schritt für Schritt Anleitung graphisch für dich zusammengefasst. Darunter findest du außerdem noch unsere Tipps umfassend aufgelistet.

Infografik Ausschlussdiät Allergie Hund

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fUnsere Tipps und Erfahrungswerte

Tierarzt Termin

Wie so oft raten wir dir zuerst mit deinem Tierarzt zu sprechen. Was genau sind die Symptome, die für eine Futterallergie bei deinem Hund sprechen? Welche anderen Krankheiten müssen gegebenenfalls zuvor ausgeschlossen werden? Hierüber solltest du mit deinem Tierarzt sprechen, eventuell kann er dich auch an einen Spezialisten (z.B. Dermatologen) überweisen. Du solltest mit deinem Tierarzt ebenfalls über die Länge der Ausschlussdiät sprechen, da diese je nach Symptomen variieren kann. Eine Ausschlussdiät dauert aber in der Regel mindestens sechs Wochen.

Welche Symptome solltest du dir bei Verdacht auf eine Allergie notieren?

Am besten notierst du dir bereits vor der Ausschlussdiät das Auftreten und die Intensität aller Symptome in rosadog. Hier kannst du dein Hundetagebuch anlegen. Hat dein Hund Juckreiz, Rötungen, Fellverlust oder Schuppen? Dann trage dir täglich ein wie stark und wo die Symptome auftreten. Hat dein Hund Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Blähungen? Dann trage dir genau ein, wann und wie stark diese auftreten. Dokumentiere außerdem welche vorangegangen Hauterkrankungen dein Hund bereits hatte und was du bisher gefüttert hast (hierzu sind alle Inhaltsstoffe des Futters, sowie sämtlicher Leckerlies wichtig).

Welches Futter ist das Richtige bei einer Ausschlussdiät?

Hier gibt es nicht nur die eine Lösung, die für jeden Hund funktioniert. Wichtig ist jedoch, dass das Futter möglichst nur eine Protein- und Kohlenhydratquelle enthält, wie zum Beispiel dieses hier*. Das Wichtigste ist, dass das Futter genau zu den Bedürfnissen deines Hundes passt. Daher sollte die Wahl auf Hundefutter fallen, dass idealerweise ausschließlich Zutaten beinhaltet, die dein Hund noch nie zuvor bekommen hat. Häufig fällt die Wahl daher auf exotischere Fleischsorten wie Strauß* oder auch Pferd*. Es gibt ebenfalls spezielle Trockenfuttersorten*, die extra für allergische Hunde konzipiert wurden. Generell sollte das Futter keine unnötigen Zutaten enthalten, da du eine Ausschlussdiät mit möglichst wenig Inhaltsstoffen durchführen solltest.

Worauf solltest du während der Ausschlussdiät achten?

Wichtig ist, dass dein Hund in dieser Zeit wirklich nichts anderes zu fressen bekommt außer diesem Futter. Dies betrifft auch Leckerlies oder Kauartikel. Ihr könnt die Inhaltsstoffe des ausgewählten Futters prüfen und speziell nach Leckerlies oder Kauartikel schauen, die maximal die Inhaltsstoffe des gewählten Futters enthalten, wie diese hier*. Falls ihr euch für ein Trockenfutter entscheidet, könnt ihr eine Teilmenge auch als Leckerlies verwenden – bei Nassfutter könnt ihr einen Teil in einen Kong* füllen und eurem Hund so die Ausschlussdiät etwas verschönern.

Falls mehrere Personen den Hund füttern, solltet ihr die Ausschlussdiät auf jeden Fall mit allen Personen absprechen.

Auch beim Gassigehen oder wenn Besuch da ist, solltet ihr genau aufpassen, dass euer Hund nichts anderes zu Fressen bekommt. Sollte es doch Mal passieren, so tragt genau ein, wann und was der Hund ungewollt gefressen hat. Frisst dein Hund beim Spazieren gehen gerne Mal ungewollt etwas vom Boden? Dann kann es sinnvoll sein, dass du ihm während der Ausschlussdiät beim Gassi gehen einen Maulkorb aufziehst.

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Symptome auch während der Ausschlussdiät dokumentieren

Ganz wichtig ist, dass ihr euch während der Ausschlussdiät mindestens einmal täglich alle Symptome und deren Intensität in rosadog notiert. So könnt ihr und euer Tierarzt ganz genau nachverfolgen, wie sich diese während der Ausschlussdiät entwickeln.

Geduld haben.

Eine Ausschlussdiät dauert leider seine Zeit. Viele Symptome, insbesondere die die Haut betreffen (z.B. Juckreiz) können mehrere Wochen dauern bis sie langsam abklingen.

Wie wird die Ausschlussdiät beendet?

Einige Tierärzte empfehlen, die Ausschlussdiät mit einer sogenannten Provokation zu beenden. Dies bedeutet, dass der Hund, wenn sich die Symptome während der Ausschlussdiät verbessert haben, über einen kurzen Zeitraum nochmal alles fressen darf was vor der Diät gefüttert wurde. Hiermit will man ausschließen, dass die Symptome sich nicht nur aus anderen Gründen (z.B. anderes Waschmittel oder weniger Pollenflug) verbessert haben. Dies solltet ihr ebenfalls mit eurem Tierarzt absprechen.

Hat sich die Diagnose Futtermittelallergie bei eurem Hund bestätigt?

Dann könnt ihr in kleinen Schritten danach anfangen auszutesten was euer Hund gut verträgt und worauf er allergisch reagiert. Hier solltet ihr sehr langsam vorgehen und euch erneut, sowohl Futter als auch jegliche Symptome in rosadog notieren.

Wir haben bei Rosie Glück gehabt, dass sie nur auf Getreide allergisch ist. Es gibt aber auch viele Hunde, die sogar auf Huhn oder Kartoffeln allergisch reagieren.

Wir wünschen euch viel Erfolg bei der Ausschlussdiät und hoffen, dass wir einige Fragen beantworten konnten.

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Denkt dran, wir ersetzen keinen Tierarzt, wenn es eurem Vierbeiner nicht gut geht, solltet ihr daher unbedingt euren Tierarzt zu Rate ziehen!

Habt ihr Fragen zu unserem Hundetagebuch? Dann kontaktiert uns gerne!

Quellen

[1] Ohr, Renate: Heimtierstudie 2019, Göttingen

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